Alle Jahre wieder… kommt nach dem Sommerurlaub das Weihnachtsfeeling!

In welcher Stimmung seid ihr gerade so am Ende dieses Sommers 2020? Vielleicht so langsam schon in Winterlaune?

Ich finde, es war gefühlt vor kurzem noch März und die ganze Vorfreude auf den Frühling und Sommer lag noch vor uns…
Der März ist für mich jedes Jahr wieder das Licht am Ende des (Winter)-Tunnels. Die Tage werden länger, die Natur erwacht und das grau-in-grau verwandelt sich in ein sattes Grün mit bunten Highlights.
Ich liebe den Mai und den Juni, wenn alles blüht und duftet, die Luft endlich wieder voller Insekten und die Welt so richtig lebendig ist.
Man kann sich sicher sein, dass es von nun an bis in den September viele herrlich warme Tage geben wird, an denen man einfach nur mit Shorts, Shirt und Flipflops vor die Tür gehen kann. Mein allgemeines Wohlbefinden steigt dann nach dem ersten grauen Quartal des Jahres immer enorm.

Sommer, du bist mir immer wärmstens willkommen!

Wir sind vor drei Wochen aus Kroatien zurückgekommen. Braungebrannt durch Sonne satt, Strand und Meer. Also noch so richtig in Sommerlaune. Ich hätte das noch sehr lange aushalten können und hoffte auf ein paar schöne Augusttage in Deutschland. Die gab es auch noch, doch mitten in der Hitzewelle und Schwüle mit tropischen Nächten kam dann das schnelle und unsanfte Erwachen und die Erkenntnis: Der Winter steht vor der Tür!

Spätestens Mitte August ist hierzulande Schluss mit dem Sommerfeeling, wie konnte ich das denn nur verdrängen!
In der Post die Kataloge mit Wintermode. In der Stadt der Sommersale: Alles muss raus, wir brauchen Platz für die Winterkollektionen. Gut, Sommerschnäppchen shoppen macht bei dem Wetter ja auch noch Spaß. Im Regal Zeitungen mit Rezepten für Deftiges und der Aufschrift “Endlich Kuschelzeit!”

Eines heißen Tages im Supermarkt, ich kaufte gerade alles fürs abendliche Grillen ein, spekulierte ich auf ein bestimmtes Baguette zum Aufbacken, das ich vor dem Urlaub gekauft hatte. Eine Sommeredition mit Pfefferbutter – sehr lecker! Jetzt – im selben Regal – lag dort die Winteredition: Typ Flammkuchen. Mitte August! Daneben ein einziges übrig gebliebenes Sommerbaguette, das ich mir schnellstens schnappte.
Auf dem Weg durch die Regale nahm ich alle Sommereditionen mit, die ich kriegen konnte, man weiß ja nicht, wie viele Tage es sie noch gibt. Auf dem Weg zur Kasse erwartete ich, vielleicht sogar schon auf Dominosteine und Lebkuchen zu treffen. Das blieb mir zum Glück noch verschont – bis zum 28. August. Da lagen sie dann, dieses Jahr sogar schon vor September.

Und damit ging es los! In allen möglichen Läden begegnet mir nun Halloween Deko: Nur noch 2 Monate bis Halloween! Ich bekomme etwas Panik, ob ich noch genug Zeit habe, mich in Ruhe darauf vorzubereiten. Da mein Kleiner dann Geburtstag hat, ist das immer ein etwas aufwendigeres Event, für dessen Planung ich mitten im Sommer allerdings noch nicht in Stimmung bin.
Ich erinnere mich, wie ich letztes Jahr im September zufällig Zeugin war, als in einem Möbelhaus der riesige Weihnachtsbaum aufgebaut wurde…und frage mich, ob es möglich ist, dass ich nicht so ganz mit der Zeit gehe?
Ich mag auch den Herbst, so ist es nicht. Ich liebe die Deko, die Farben der Bäume. Laternenumzüge, Halloween, kürzere Tage mit Kerzen und Kamin. Alles toll und gemütlich.
Ich mag auch die Vorweihnachtszeit, mit allem was dazu gehört. Aber nicht im August und September!!!

Und während ich mich in Gedanken ans Mittelmeer zurückwünsche, wo der Sommer bis Oktober dauert, höre ich im Autoradio, dass in vier Monaten Heiligabend ist. Mein Kleiner fängt an mir zu erzählen, was er sich wünschen könnte, meine Tochter möchte den Tannenbaum bitte fristgerecht schmücken, spätestens im November, und mein Großer freut sich doch tatsächlich darauf, wieder lange Hosen und Hoodies zu tragen, weil diese Hitze ja eh kein Mensch aushält. Doch, ich!!!

Ich sage: Wisst ihr was, ich habe eine Idee. Da es ja nach dem Sommerurlaub gefühlt immer so rasend schnell geht bis Weihnachten, machen wir es das nächste Mal so. Wenn wir die Urlaubskoffer in den Keller runterbringen, nehmen wir doch gleich den Tannenbaum mit hoch! Es sollte ein Witz sein, aber meine Kinder sind begeistert! Und fangen an zu planen, wie wir ihn schmücken, wie wir den Weihnachtsmann diesmal erwischen könnten, und und und.

Das einzige Familienmitglied, das genau wie ich zu ticken scheint, ist unsere Hündin. Sobald es sonnig ist, kann sie gar nicht schnell genug draußen sein, um sich von den Sonnenstrahlen wärmen zu lassen…und so genießen wir beide ein paar schöne Stunden im Garten.
In meinem Büro stöbere ich zwischendurch einfach mal potentielle Reiseziele für das nächste Jahr durch. Ob und wie man im nächsten Jahr reisen kann, ist natürlich nicht vorhersehbar, aber Ideen sammeln und vom Sommer träumen ist ja ein kalkulierbares Risiko…

2021-01-12T11:37:04+00:00